Mit der erfolgreichen Beendigung der Ausbildung zum Gesellen/Facharbeiter im Informationstechnikerhandwerk sollte das Lernen nicht beendet sein sondern durch Fortbildungsmaßnahmen, wie die Teilnahme an Herstellerseminaren, fortgesetzt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Fortbildung zum Meister im Informationstechnikerhandwerk. Die Meisterprüfung und somit auch die entsprechenden Lehrgänge bestehen aus vier Teilen:

  • Teil I – Fachpraxis
  • Teil II – Fachtheorie
  • Teil III – Betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse
  • Teil IV – Berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse

 

Lehrgänge zur Meisterprüfung im Informationstechnikerhandwerk werden von den zuständigen Handwerkskammern (https://www.hwk-koeln.de/artikel/informationstechniker-32,917,1502.html) , sowohl in Abend – als auch in Ganztagsform, angeboten. Mit dem Meistertitel haben HandwerksmeisterInnen in Deutschland außerdem die Berechtigung, ohne Fachabitur an einer Fachhochschule zu studieren.

Vergleichbarkeit der Ausbildungsniveaus in Deutschland und der EU Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) zum Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR)

Quelle und weitere Informationen zu EQR/DQR: https://www.dqr.de/content/60.php

 

 

Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung. Die dreieinhalbjährige Ausbildung erfolgt im wesentlichen im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung der Ausbildungsdauer möglich.

Die Ausbildung ist in zwei Schwerpunkten möglich

  1. Bürosystemtechnik
  2. Geräte- und Systemtechnik

Inhalte und Ablauf

Laut Ausbildungsrahmenplan lernen die Auszubildenden beispielsweise im 1. und 2. Ausbildungsjahr:

  • wie man Übersichtspläne, Stromlaufpläne, Grundrisse von Gebäuden und Räumen, Verdrahtungs- und Anschlußpläne liest und anwendet
  • worauf es bei der Zusammenstellung von Systemmodifikatoren und Bedienungsanleitungen ankommt
  • wie man Kunden kompetent berät (z.B. im Hinblick auf Sicherheitsregeln, ergonomische Gestaltung der Geräte, Zubehör und Zusatzeinrichtungen)
  • wie man Standardsoftware anwendet
  • wie man Starkstrom-, Fernmelde- und Breitbandkommunikationsleitungen auswählt und verlegt sowie Stromkreise installiert
  • wie man Baugruppen hard- und softwaremäßig einstellt, anpasst und in Betrieb nimmt

Zwischenprüfung vor dem Ende des 2. Ausbildungsjahres

Bürosystemtechnik

  • wie man verbrauchtes Material, Ersatzteile und Arbeitszeit sowie Projektabläufe dokumentiert und Nachkalkulationen durchführt
  • wleche unterschiedlichen Zahlungs- und Finanzierungsmöglichkeiten dem Kunden angeboten werden können
  • wie man Daten konvertiert, Datenbanken einrichtet und verwaltet
  • wie man Leitungen konfektioniert sowie Komponenten verbindet
  • wie man technische Hilfeleistungen bei Anwenderrückfragen gibt
  • wie man Hard- und Softwarekomponenten auswählt, Bedienoberflächen konzipiert sowieKommunikationssysteme plant
  • wie man Systemkomponenten, Netzwerke und Anwendungssoftware installiert, programmiert und testet

Geräte- und Systemtechnik

  • wie man verbrauchtes Material, Ersatzteile und Arbeitszeit sowie Projektabläufe dokumentiert und Nachkalkulationen durchführt
  • wleche unterschiedlichen Zahlungs- und Finanzierungsmöglichkeiten dem Kunden angeboten werden können
  • wie man Daten konvertiert, Datenbanken einrichtet und verwaltet
  • wie man Leitungen konfektioniert sowie Komponenten verbindet
  • wie man technische Hilfeleistungen bei Anwenderrückfragen gibt
  • wie man Antennen und drahtlose Übertragungssysteme installiert, in Betrieb nimmt und prüft
  • wie man technische Voraussetzungen für die Nutzung von Weit-Verkehsnetzen schafft
 

Berufsausübung & ausgewählte Merkmale

Nach abgeschlossener Berufsausbildung ergeben sich eine Reihe von Ausübungsmöglichkeiten, z.B. in der Werkstatt oder im Kundendienst, im technischen Dienst für Bürogeräte, Computer, Rundfunk- und Fernsehgeräte oder als Werksattechniker

Grundlegende Aufgaben/Tätigkeiten eines Informationselektronikers/in:

  • planen und organisieren der Arbeit, bewerten der Arbeitsergebnisse, Qualitätsmanagement
  • beraten und betreuen von Kunden
  • Verkauf von Geräten, Benutzerschulungen
  • bedienen und administrieren von Datenverarbeitungsanlagen,sicherstellen des Datenschutzes
  • Konzeption von Informations- und Komunikationssystemen
  • montieren und installieren der Infrastruktur
  • installieren von Systemkomponenten und Netzwerken
  • installieren von Anwendungssoftware, programmieren und testen
  • aufstellen von Geräten und inbetriebnahme von Systemen
  • durchführen von Serviceleistungen
  • Analysieren von Fehlern, instandsetzen von Geräten und Systemen

Berufsausübung & ausgewählte Merkmale

Nach abgeschlossener Berufsausbildung ergeben sich eine Reihe von Ausübungsmöglichkeiten, z.B. in der Werkstatt oder im Kundendienst, im technischen Dienst für Bürogeräte, Computer, Rundfunk- und Fernsehgeräte oder als Werksattechniker

Arbeitsmittel / Werkzeuge / Material

  • Computer, Bildschirme, Drucker, Telefaxgeräte, Fernsehgeräte, Radios, Satellitenempfangs- und Kabelanlagen
  • Spannungs-, Strom-, Leistungsmeßgeräte
  • Schlitzzieher, Schlüssel, Schraubendreher, Elektronikzangen
  • Stecker, Adapter, Kupplungen, Netzteile, Widerstände, Kondensatoren, Spulen, Transformatoren, Grundschaltungen der Digitaltechnik, Multivibratoren, Mikroprozessoren
  • Platinen, Transistoren, Schaltungen, Kondensatoren
  • Arbeitsberichte, Montageanleitungen, Technische Zeichnungen, Stromlaufpläne, Handbücher, Datenblätter

Umgang mit

  • Kollegen, Meistern
  • Kunden
  • Lieferanten

Arbeitsort / Arbeitsumgebung

  • Werkstatt
  • im Außendienst sowohl in Büros als auch im privaten Wohnbereichen
  • Verkaufsräume

Berufliche Weiterbildung                                                                                                                                                                     )

Qualifizierungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten 

  • Teilnahme an Lehrgängen, Kursen oder Seminaren,
    z.B. über Meßtechnik - Frequenzanalyse,
    Datenübertragungstechnik, Antennen- und Satellitenempfangstechnik, Elektrosicherheit,
    Wartungstechnik, PC-Werkstatt


Aufstiegsfortbildung
 (nach entsprechender Berufspraxis als Informationselektronikermeister/in)

  • Techniker/In der Fachrichtunge Elektrotechnik

  • Technische(r) Fachwirt/In - Elektro

  • Meister mit Ausbildungsgenehmigung und Führung eines Betriebes

Durch den LIV Prüfungsaufgabenerstellungsausschuss wurden folgende Prüfungstermine festgelegt:

Unterkategorien

Ausbildung in der Fachrichtung Bürosystemtechnik.

Ausbildung in der Fachrichtung Geräte- und Systemtechnik.